Unabhängiges Nachschlagewerk zu Lerntechniken und Selbststudium. Keine Bildungseinrichtung und nicht mit der früheren Website auf dieser Domain verbunden; wir verkaufen weder Kurse noch Bildungsnachweise.
Lektionen
Lektionen und Materialien
Hier finden Sie kurze Lektionen zu den Grundlagen klugen Lernens. Jede Lektion beantwortet eine Frage: warum wir vergessen, wie man Wiederholungen verteilt, wozu Selbsttests gut sind, wann es sich lohnt, Themen zu mischen, wie man einen schwierigen Text liest und wie man Notizen anlegt, zu denen man gern zurückkehrt. Die Lektionen sind an kein Fach gebunden: Die Techniken helfen in Geschichte, Mathematik, Fremdsprachen und bei beruflichen Fähigkeiten gleichermaßen.
Das Gefühl „Das kann ich schon“ beim erneuten Lesen täuscht. Wissen lässt sich nur auf eine Weise prüfen: indem man versucht, es aus dem Gedächtnis abzurufen.
— Aus der Redaktion
So ist der Bereich aufgebaut: Jede Lektion erklärt eine Technik, sagt, worauf sie beruht, und schlägt einen einfachen Schritt vor, mit dem Sie noch heute beginnen können. Wir beschreiben allgemeine Prinzipien und versprechen keine Ergebnisse: Die Wirkung hängt vom Stoff, von der Regelmäßigkeit und von Ihren Vorkenntnissen ab.
Lektionen
Sechs Grundlektionen, mit denen sich der Einstieg in das Nachschlagewerk anbietet.
Wie das Einprägen funktioniert
Einprägen ist kein Speichern auf Festplatte, sondern ein Prozess in mehreren Stufen: Aufmerksamkeit, erste Aufnahme, Festigung und Abruf. Vergessen ist natürlich, und man begegnet ihm besser nicht durch häufiges Lesen, sondern durch Rückkehr zum Stoff mit Pausen.
Statt ein Thema viele Male hintereinander zu wiederholen, kehren Sie in wachsenden Abständen dazu zurück: am nächsten Tag, nach einigen Tagen, nach einer Woche. Eine Wiederholung in dem Moment, in dem der Stoff schon zu verblassen beginnt, festigt ihn stärker.
Schließen Sie das Lehrbuch und versuchen Sie, Fragen zu beantworten, das Wichtigste nachzuerzählen oder eine Aufgabe zu lösen. Schon der Versuch, sich zu erinnern, stärkt das Gedächtnis mehr als ein weiteres Lesen – und zeigt nebenbei, was Sie wirklich noch nicht wissen.
Wer Aufgaben eines Typs hintereinander löst, arbeitet leicht nach Schema. Sind die Aufgabentypen gemischt, muss man jedes Mal entscheiden, welcher Lösungsweg passt. Das ist anstrengender, aber näher an der Prüfung, in der niemand die Aufgaben vorsortiert.
Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick über den ganzen Text: Überschriften, Schlussfolgerungen, Abbildungen. Formulieren Sie Fragen, die er beantworten soll. Lesen Sie abschnittsweise und geben Sie jeden Abschnitt danach in eigenen Worten wieder, ohne ins Buch zu schauen.
Teilen Sie die Seite in drei Bereiche: eine schmale linke Spalte für Schlüsselfragen, einen breiten Hauptteil für Notizen und einen Streifen unten für die Zusammenfassung. Beim Wiederholen decken Sie die Notizen ab und beantworten die Fragen aus der linken Spalte.
Kurze Definitionen von Begriffen rund um Gedächtnis, Lernmethoden und Lernorganisation in einfachen Worten.
Quellen
H. Ebbinghaus, „Über das Gedächtnis“ (1885)
Dunlosky et al., „Improving Students' Learning With Effective Learning Techniques“ (2013)
W. Pauk, „How to Study in College“
Die Angaben zu Lerntechniken sind allgemein gehalten und stützen sich auf klassische Arbeiten zum Gedächtnis sowie auf Forschungsübersichten, die in den Quellen genannt sind. Wählen Sie Techniken passend zu Ihrer Aufgabe und prüfen Sie, was bei Ihnen persönlich funktioniert.